P. Paul Maria Sigl, Maria Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin

De betekenis van Moeder en Vrouwe van alle Volkeren

„Die Bedeutung der MUTTER und FRAU ALLER VÖLKER für Kirche und Welt von heute“

Vortrag von P. Paul Maria Sigl, geistlicher Leiter der Gemeinschaft ‘Familie Mariens’

1. Internationaler Gebetstag zu Ehren der Frau aller Völker
in Amsterdam, 31. Mai 1997


Exzellenz, vielgeschätzte Bischöfe,
liebe Brüder und Schwestern aus nah und fern!

Am heutigen Tag genau vor 42 Jahren sagte Maria hier in Amsterdam: “Ihr sollt dafür sorgen, dass jedes Jahr …, bei diesem Bild die Völker versammelt werden. Das ist die große Gnade, die Maria, Miriam oder die Frau aller Völker, der Welt schenken darf.“ (31.05.1955)

Wenn das Kommen der Immakulata in der Rue du Bac und die Offenbarung der Wundertätigen Medaille als der Beginn der marianischen Epoche bezeichnet wird, darf man vom Kommen der Mutter und Frau aller Völker mit Recht sagen, dass dies der Höhepunkt und die Krönung der marianischen Epoche ist.
Amsterdam – Höhepunkt und Krönung der marianischen Epoche? Vielleicht überrascht Euch das. Aber Ihr werdet bald verstehen, dass dies keine Übertreibung ist.

DIE SEHERIN IDA PEERDEMAN

Heute, am Ersten Internationalen Gebetstag der Mutter und Frau aller Völker viel über die Seherin Ida Peerdeman zu erzählen, wäre ihr selbst sicher nicht recht. Wie Bischof Bomers in der Begräbnisansprache für Mutter Ida sehr richtig bemerkte: “Sie war durch und durch nüchtern, bis zum letzten Tag, und hatte eine sehr große Abscheu vor einer Verherrlichung ihrer eigenen Person. Davon war bei ihr keine Rede.”
Ja, es ist wahr, es ging ihr immer nur um Maria. Lasst uns deshalb nur ganz kurz aus ihrem Leben erzählen:

1905 im nordholländischen Alkmaar geboren, hatte sie bereits als 12jähriges Mädchen die erste Begegnung mit der schönen hell-leuchtenden Frau. Dies geschah 1917 dreimal im Rosenkranzmonat Oktober, in dem Maria auch zum letzten Mal den drei Hirtenkindern in Fatima erschien. Doch erst 28 Jahre später, am 25. März 1945, beginnt Idas eigentliche Berufung.

Wer die große Bedeutung der Amsterdamer Botschaften bedenkt, wird nicht überrascht sein, dass Maria für den Beginn ihres Erscheinungszyklus als MITERLÖSERIN genau jenen Tag wählt, an dem die Kirche des größten Ereignisses der Schöpfungsgeschichte gedenkt: Gott wird Mensch im Schoß der Jungfrau Maria. Es ist der Augenblick, an dem in besonderer Weise Mariens miterlösende Berufung beginnt, denn an diesem Tag wird sie durch ihr Jawort auf das innigste vereint mit dem Leben ihres Erlösers, des Erlösers der Menschheit.

Im Laufe ihres Lebens lernt Mutter Ida schmerzlich kennen, was es heißt, in den Massenmedien verlacht und verspottet zu werden. Viele verschreien sie als verrückt, und selbst von kirchlicher Seite erfährt sie Unverständnis und Demütigungen.
Immer besser versteht die Seherin, dass sie als Trägerin der Botschaften der Miterlöserin auch selbst durch seelische und körperliche Leiden hindurchgehen muss. Diese Leiden und jahrelanges Schweigen, Warten und Gehorchen sind ihr Beitrag als Samenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, damit jetzt die Frucht aufgehen kann.

Als Mutter Ida 90jährig starb, wollte Msgr. Bomers in seiner Wertschätzung für die menschliche Größe der Seherin selbst die Begräbnisfeierlichkeiten leiten. Inmitten aller Klugheit, hatte er sich der Seherin gegenüber immer als Hirte erwiesen.

DIE ECHTHEIT DER BOTSCHAFTEN

Ohne dem kirchlichen Urteil vorgreifen zu wollen, möchte ich einige Worte zur Echtheit der Botschaften sagen. Um mit Überzeugung das durchzuführen, was in einer Botschaft gewünscht wird, muss man sicher sein, dass diese von Gott kommt und der Prophet ein Prophet Gottes ist.
Der Herr erwartet von uns keine schwärmerische Leichtgläubigkeit – vielmehr warnt er vor falschen Propheten.
Wenn die Echtheit aber feststeht, müssen wir uns dankbar der Botschaft öffnen, kindlich gehorchen, und alles genau so erfüllen, wie Gott es durch Maria zu verstehen gibt.

In Guadalupe (Mexiko) hatte Maria 1531 als Echtheitsbeweis mitten im Winter spanische Rosen geschenkt. Zudem prägte sie ihr Gnadenbild, das nicht von Menschenhand gemalt wurde, und dessen Farbstoff es auf dieser Welt gar nicht gibt, auf die Tilma des Sehers Juan Diego.
In Lourdes hatte die Immakulata eine heilkräftige Quelle entspringen lassen (25.2.1858) und in Fatima vor 70.000 Augenzeugen ein Sonnenwunder gewirkt (13.10.1917).
Die Gottesmutter geht hier in Amsterdam einen ganz anderen Weg. Sie beweist die Echtheit ihrer Botschaften immer wieder aufs neue, indem sich ihre zahlreichen Voraussagen im Laufe der Jahre erfüllen.

Hier in Amsterdam werden faszinierende Echtheitsbeweise gegeben, wie man sie nur selten in der Geschichte der Marienerscheinungen findet.
Es seien hier nur einige Beispiele erwähnt: Schon 1950 (10.12.1950) schaut Ida den Fall der Berliner Mauer, über die Staatspräsident Honecker noch drei Wochen vorher versichert hatte: “Die Mauer steht noch 100 Jahre.”
Am 11. Februar 1951, als Ida sich in Deutschland aufhielt, wurde sie von der Frau in einer Vision in den Petersdom geführt. Dort sah sie alle Bischöfe der Welt mit weißen Mitren, den Hl. Vater mit der Tiara und einem dicken Buch. Niemand auf der Welt – am wenigsten die Seherin selbst – konnte damals auch nur erahnen, dass sie das Zweite Vatikanische Konzil schaute, das erst elf Jahre später stattfinden wird.
Den wohl stärksten Echtheitsbeweis gibt die Gottesmutter der Seherin in der Nacht vom 18. auf den 19. Februar 1958. Sie kündigt ihr an, dass Anfang Oktober – also in acht Monaten – der zu dieser Zeit noch völlig gesunde Papst Pius XII. sterben wird:
“Höre, dieser Hl. Vater, Papst Pius XII., wird Anfang Oktober dieses Jahres bei den Unseren aufgenommen werden. Die Frau aller Völker, die Miterlöserin, die Mittlerin und Fürsprecherin wird ihn in die ewigen Freuden geleiten.”
Die Gottesmutter hält einen Finger vor die Lippen und sagt: “Du darfst zu niemandem darüber sprechen.” Doch der Seelen­führer wünscht, dass Ida den geheimen Inhalt in einem versiegelten Kuvert bei ihm hinterlegt und zu Hause eine Kopie dieser Botschaft aufbewahrt. Ida tut, was der Seelenführer wünscht. Tatsächlich stirbt am 9. Oktober Pius XII. in Castelgandolfo. Mutter Ida fährt sogleich zu ihrem Seelenführer und zeigt ihm die Kopie jener Botschaft, die nun Wirklichkeit geworden ist.
Dieser erschütternde Echtheitsbeweis ist für den Seelenführer um so überzeugender, weil er weiß: Den Todestag eines Menschen bestimmt und kennt nur Gott allein.

Man kann leicht ermessen, welch große Bedeutung die Amsterdamer Botschaften für Kirche und Welt haben müssen, wenn Gott seine Echtheitsbeweise hineinreichen lässt bis in ein Konzil oder bis in das Leben und Sterben eines heiligen Papstes.

DAS GEBET, um den wahren Geist
über die Welt herabzuflehen

Schon in der allerersten Botschaft, am 25. März 1945, spricht die Gottesmutter von ihrem GEBET, als wäre es bereits bekannt: “Das Gebet muss verbreitet werden!” Doch erst sechs Jahre später offenbart sie es, als die Seherin in Deutschland ist.
Allein schon die Tatsache, dass Maria ihr Gebet während der Vision des Zweiten Vatikanischen Konzils diktiert, ist ein klarer Hinweis auf die Bedeutung dieses Gebetes für Kirche und Welt.

Noch bevor die Gottesmutter zu sprechen beginnt, wird Ida vor das Kreuz geführt und in ein schmerzliches Mitleiden hineingenommen.
“Ich stand also mit der FRAU vor dem Kreuz. Sie sagte: “Sprich mir nach.” Die Hände, die sie immer ausgebreitet hatte, erhob sie nun und faltete sie. Ihr Gesicht wurde so himmlisch, so erhaben, das kann man einfach nicht nacherzählen. Ihre Gestalt wurde noch durchscheinender und so schön. … Und dann begann die FRAU:
“Herr, Jesus Christus, Sohn des Vaters …” Aber wie sie das sagte! Das ging einem durch Mark und Bein. So habe ich dies alles noch keinen Menschen in der Welt sagen gehört. “Sende JETZT Deinen Geist”, mit der Betonung auf JETZT, und “lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen ALLER Völker”, mit einem besonderen Nachdruck auf dem Wort ALLER. Auch das Wort AMEN sprach die FRAU so schön, so feierlich aus. … Als die FRAU “Amen” gesagt hatte, stand alles in großen Lettern vor mir geschrieben.”

Nicht nur bei den kirchlichen Instanzen, sondern selbst bei der Seherin und bei ihrem Seelenführer rufen anfangs die Worte ‘die einst Maria war’ Überraschung und Bedenken hervor. Als man die fraglichen Worte beim ersten Druck ganz einfach weglässt, betont Maria in den folgenden Botschaften, dass sie mit der Änderung des Textes nicht zufrieden ist. “‘Möge die Frau aller Völker, die einst Maria war, unsere Fürsprecherin sein!’ Das soll so bleiben.” (6.04.1952)
Klar, kurz und einfach erklärt die Gottesmutter (schon am 2.07.1951): “Die einst Maria war, bedeutet: Viele Menschen haben Maria als Maria gekannt … Nun aber will ich in diesem neuen Zeitabschnitt, der anbricht, die Frau aller Völker sein, das versteht jeder.”
Versteht ihr? Das gnadenvolle Mädchen Maria war nicht von Anfang an Mutter aller Menschen. Aber durch das treue Mitwirken mit der Gnade und durch das Leiden, vereint mit ihrem Sohn, wurde sie Mutter für alle Völker.

Warum Maria dieses neue Gebet schenkt, erklärt sie selbst: “Es ist dafür gegeben, um den wahren Geist über die Welt herabzuflehen.” (20.09.1951) “Du kannst nicht beurteilen, welch großen Wert dies haben wird. Du weißt nicht, was die Zukunft bringt.” (15.04.1951)
Ihre besondere Bitte gilt dem Hl. Vater, dieses Gebet den Völkern vorzubeten: “Apostel des Herrn Jesus Christus, lehre deine Völker dieses einfache, aber so sinnvolle Gebet.” (10.05.1953)
Maria verspricht sogar: “Auf dieses Gebet hin wird die FRAU die Welt retten.” (10.05.1953) “Ihr wisst nicht, wie mächtig und wie bedeutsam dieses Gebet bei Gott ist. Er wird seine Mutter erhören, weil sie eure Fürsprecherin sein will.” (31.05.1955)
“Sprecht dieses Gebet, bei allem was ihr tut.” (31.12.1951) Wenn möglich sollen wir ihr einfaches Gebet täglich vor dem Kreuz beten – langsam und andächtig, wie Maria es gewünscht hatte.

DAS BILD – die Deutung des neuen Dogmas

Die Amsterdamer Botschaften sind auch deshalb einzigartig in der Geschichte der Marienerscheinung, weil die Gottesmutter selbst detailliert ihr eigenes Gnadenbild beschreibt. “Dieses Bild ist die Deutung und die bildliche Darstellung des neuen Dogmas. Darum habe ich selbst dieses Bildnis den Völkern gegeben.” (8.12.1952)

Tatsächlich zeigt sich Maria hier in dreifacher Weise als die MITERLÖSERIN, denn sie steht vor dem Kreuz ihres Sohnes, von dem das Licht ausgeht und sie durchstrahlt.
Um ihren Schoß ist ein Tuch gebunden, das sie erklärt: “Höre gut, was dies bedeutet. Dies ist wie das LENDENTUCH des Sohnes. Ich stehe ja als die FRAU vor dem KREUZ des Sohnes.” (15.04.1951)
Ihre Hände tragen strahlende Wunden. Damit beschreibt Maria bildlich das körperliche und seelische Leiden, das sie vereint mit ihrem göttlichen Sohn für die Erlösung der Menschheit getragen hat.
Erneut lenkt die FRAU den Blick Idas auf ihre Hände und offenbart sich dadurch als die MITTLERIN ALLER GNADE. “Sieh nun gut nach meinen Händen und berichte, was du siehst.” Nun sieht Ida mitten in den Händen etwas, als ob dort eine WUNDE gewesen sei. Aus den Wunden jeder Hand fallen drei Strahlen, die gleichsam auf die Schafe herabstrahlen. Die FRAU lächelt und sagt: “Dies sind drei Strahlen, die Strahlen von Gnade, Erlösung und Friede.” (31.05.1951) Gnade vom Vater, Erlösung vom Sohn und Friede vom Heiligen Geist.
“Meine Füße habe ich fest auf den Erdball gesetzt, weil der Vater und der Sohn mich in diese Zeit, in diese Welt bringen wollen als Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin.” (31.05.1951) “Diese Zeit ist unsere Zeit.” (2.07.1951)

In einem biblischen Symbol lässt Maria die Seherin rund um den Erdball Schafe schauen, welche alle Völker und Rassen der Erde symbolisieren. Und dann sagt sie: “Sie werden nicht eher Ruhe finden, bis sie sich hinlegen und in Ruhe aufblicken zum Kreuz, dem Mittelpunkt der Welt.” (31.05.1951)

Immer wieder lenkt Maria unseren Blick auf das Kreuz, den Mittelpunkt der Welt! Maria bittet uns darum, dieses Bild in der ganzen Welt zu verbreiten, denn “es ist die Deutung und die bildliche Darstellung des neuen Dogmas.” (8.12.1952) Aus diesem Grund betont Maria mehrmals, dass dieses Bild dem Dogma vorausgehen muss. “Dieses Bild soll vorausgehen einem Dogma, einem neuen Dogma.” (15.04.1951)

Als 1966 das Bild für ein Jahr nach Frankreich kommt und die Seherin auch die Erscheinungskapelle bei den Vinzentinerinnen der Rue du Bac besucht, erklärt ihr die Gottesmutter: “Was hier begonnen hat, wurde durch die Frau aller Völker weitergeführt.” (31.05.1969) Wusste der Hl. Vater das, als er einen Vinzentinerprovinzial Henrik Bomers als Bischof nach Haarlem berief?
Ja wirklich: Die Immakulata in der Rue du Bac ist der aufstrahlende Beginn der marianischen Epoche, in der wir jetzt leben.
Amsterdam aber ist die Krönung, oder wie Maria selbst sagt, der “Schlussstein der marianischen Gedanken.” (4.04.1954) Liebe Brüder und Schwestern der Niederlande, wisst ihr überhaupt, welchen Schatz ihr habt?

In einem hell leuchtenden Halbkreis, der sich von einem Ende des Kreuzbalkens bis zum anderen spannt, steht in dunklen Lettern der neue Titel Frau aller Völker. Was ist nun die Bedeutung dieses Titels?

DER TITEL – die Zusammenfassung des neuen Dogmas

Mehr als 150mal verwendet die Gottesmutter diesen neuen Gnadennamen, der ihre tiefste Berufung ausdrückt. “Du kannst sagen: die Frau aller Völker oder Mutter aller Völker.” (11.02.1951)
Wenn man die Botschaften aufmerksam liest, fällt auf, dass der neue Titel eigentlich die Zusammenfassung des dreifachen Dogmas ist. Um das zu zeigen, muss man die Hl. Schrift öffnen. Denn dort wird Maria an vier Stellen als die FRAU angesprochen, und zwar in jenen Situationen in denen es um ihre universale Mutterberufung geht.

1. Bereits auf den ersten Seiten der Hl. Schrift, im Buch Genesis, wird Maria als jene FRAU bezeichnet, die vereint mit ihrem Sohn der Schlange den Kopf zertritt. Zu Satan, der Eva und Adam zum Stolz und zum Ungehorsam verleitet hatte, sagte Gott: “Feindschaft setze ich zwischen dich und die FRAU, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs.” (Gen 3,15)

2. Auf der Hochzeit zu Kana, spricht Jesus seine Mutter zum ersten Mal als FRAU an, um sie dadurch an ihre Berufung zu erinnern, Frau aller Völker zu werden. Als Mittlerin und Fürsprecherin erfleht sie das Wunder.

3. Auf Kalvaria wendet sich der sterbende Erlöser mit letzter Kraft an seine Mutter, um ihr – als persönliches Testament – nur vier entscheidende Wort zu sagen: “FRAU, siehe, dein Sohn!” Mit diesen göttlichen Worten wird Maria als Miterlöserin zur Frau aller Völker gemacht.
Das bestätigt die Botschaft vom 6. April 1952: “Die FRAU wurde sie beim Kreuzesopfer, die Miterlöserin und Mittlerin. … Beim Kreuzesopfer verkündete der Sohn diesen Titel der ganzen Welt.”

4. Die letzte der vier Schriftstellen finden wir in der Geheimen Offenbarung. Dort am Höhepunkt der Heilsgeschichte, erscheint wiederum die FRAU, mit der Sonne bekleidet. Sie liegt schmerzerfüllt in Wehen für die Neugeburt der Menschheit (vgl. Offb 12,1 ff). Da erscheint ein Drache, groß und feuerrot, er verfolgt die FRAU, die einen Sohn geboren hat.

Die in der Genesis verheißen FRAU, die vereint mit ihrem Sohn der Schlange den Kopf zertritt, die FRAU von Kana,
die FRAU von Kalvaria und
die FRAU der Apokalypse
ist die Frau aller Völker, weil sie vereint mit dem Erlöser für alle Völker gelitten hat, allen Völkern das Gnadenleben vermittelt und für alle Völker fürbittet.

Hört jetzt liebe Freunde, eine der schönsten Verheißungen, die Maria hier in Amsterdam ausspricht: “Unter diesem Titel werde ich die Welt retten. Unter diesem Titel … werde ich sie von einer großen Weltkatastrophe erlösen!” (20.03.1953/10.05.1953)

Dieser Titel Mutter und Frau aller Völker drückt also in einzigartiger Weise die weltumspannende Berufung Mariens für alle Völker aus, für alle Kontinente, für alle Rassen und für alle Menschen aller Religionsbekenntnisse – denn sie ist wahrhaft die Mutter aller Menschen.
Sie liebt all ihre Kinder, ob sie es wollen oder nicht!
Sie liebt all ihre Kinder, ob sie es wissen oder nicht!
Deshalb wird das Heiligtum der Frau aller Völker immer mehr zu einem Ort tiefer Völkerverständigung, wahrer Ökumene und Einheit im Heiligen Geist werden.

DAS RETTUNGSBRINGENDE DOGMA

Maria bittet hier in Amsterdam ausdrücklich um ein Dogma. Das ist einzigartig. An keinem anderen Erscheinungsort der Welt hatte sie jemals so etwas gewünscht. Es wird das letzte und größte Dogma der marianischen Geschichte sein: Maria Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin.
Ich denke, kein Theologe hätte je die Idee gehabt, diese drei Titel in einem einzigen Dogma zusammenzufassen. Nur Maria als himmlische Theologin und als Mutter der Weisheit konnte dies tun.

Was ist das nun, ein Dogma? Wenn der Papst feierlich ein Dogma verkündet bedeutet das: Diese verkündete Wahrheit ist nicht von Menschen erdacht, sondern von Gott geoffenbart. Deshalb ist ein Dogma, an das man lebendig glaubt, auch eine unbeschreiblich starke Waffe im Kampf gegen Satan, den Vater der Lüge.
Satan weiß, dass er durch Maria und ihre Kinder besiegt wird. Deshalb hat er in diesem Jahrhundert wie niemals zuvor eine erbarmungslose Schlacht begonnen gegen Maria und ihre Kinder.
Wenn Johannes Paul II. von unserem Jahrhundert vom ‘Jahrhundert des Todes’ spricht, so muss man ihm leider recht geben: Noch nie in der Menschheitsgeschichte gab es so viele Kriege, Leiden, Not und Tod.

Dieses Bild zeigt eine Kirche in Ruanda voll von Leichen – Tausende Märtyrer des Glaubens – eine Million Tote allein in einem Monat. Maria hatte in den Erscheinungen von Kibeho in Ruanda zur Bekehrung aufgerufen. Aber wir wollten nicht hören.
Hier sehen wir Bosnien-Herzegowina: Hatte nicht die Königin des Friedens zehn Jahre lang gewarnt, als noch niemand einen Krieg ahnte? Ein Vietnam-Veteran und Offizier der UNO-Friedenstruppe sagte: „Der Vietnamkrieg war ein Kinderspiel im Vergleich zu dem, was an satanischen Grausamkeiten hier geschah.“

„So einen Zeitabschnitt hat die Welt in den Jahrhunderten noch nicht erlebt. Solch einen Glaubens­verfall!“ (28.03.1951) „Die ganze Welt ist im Verfall.” (4.03.1951) “Der Feind unseres Herrn Jesus Christus hat langsam aber sicher gearbeitet. Die Posten sind aufge­stellt. Mit seiner Arbeit ist er beinahe fertig.” (8.12.1952)
“Die ganze Welt ist in Verfall, und darum sendet der Sohn die Frau aller Völker.” (4.03.1951)

Diese Mutter und Frau aller Völker hatte uns feierlich versprochen: “Unter diesem Titel werde ich die Welt retten.” (20.03.1953), “unter diesem Titel und durch dieses Gebet werde ich die Welt vor einer großen Weltkatastrophe erlösen.” (10.05.1953)
Aber wie macht sie das? “Wenn das Dogma, das letzte Dogma in der marianischen Geschichte ausgesprochen ist, dann wird die Frau aller Völker den Frieden, den wahren Frieden der Welt schenken. Die Völker müssen mein Gebet beten mit der Kirche!” (31.05.1954)

Seht ihr, nur durch die Amsterdamer Botschaften kann man zeigen, welch gnadenhafte und machtvolle Auswirkung diese Krönung Mariens haben wird, und dass die Zeit drängt. Maria verspricht, dass über die Kirche und Welt in neuer Weise der Heilige Geist ausgegossen wird.
Aber wie kann ein marianisches Dogma ein ‘neues Pfingsten’ bewirken?
Durch die feierliche Verkündigung des größten marianischen Dogmas nimmt die Kirche Maria in ihre Mitte, in ihr Herz – wie damals im Abendmahlsaal in Jerusalem. Und was geschah, als die Apostel die Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin in ihre Mitte nahmen? Es kam über die Urkirche in Feuerzungen der Heilige Geist.
“Und die FRAU blieb bei ihren Aposteln, bis der Geist kam. So darf die FRAU auch zu ihren Aposteln und Völkern der ganzen Welt kommen, um ihnen den Heiligen Geist wieder aufs Neue zu bringen.” (31.05.1954)

DER SCHLÜSSEL FÜR DEN TRIUMPH MARIENS

Dieses marianische Dogma ist der Schlüssel für das Tor, durch das wir hineintreten in eine neue Zeit, in eine neue Epoche, in die Epoche des Heiligen Geistes.

Wenn diese Krönung Mariens geschehen ist, hat Satan ein für allemal verloren. Diese Niederlage Satans schaute Ida in dramatischen Bildern: “Ich sah den Drachen sich zusammenkrümmen, dann erschlafft und erschöpft zusammenfallen und niederstürzen. Die Stimme sagte: “Deine Macht ist gebrochen und deine Kraft hat abgenommen. Dein Hochmut und dein Stolz werden zertreten.” (11.02.1975) “Das alles wird geschehen.” (25.03.1975)

Wer denkt da nicht an die Vision des hl. Don Bosco? Er sieht, wie der Papst als Steuermann nach schwerem Kampf das Schiff der Kirche an zwei Säulen festmacht: an der Säule der Gottesmutter und an der Säule der Eucharistie. Scheint es nach allem, was wir gehört haben, nicht einsichtig, dass diese Ankettung an der Mariensäule durch das Dogma geschehen wird?

“Am Ende wird mein Herz triumphieren!”, so hatte es Maria in Fatima gesagt. Ich bin überzeugt, dass dieser Triumph Mariens sich nur durch die Verkündigung des wichtigsten und größten marianischen Dogmas verwirklichen wird.

Und die Säule der Eucharistie? Was hat die Hl. Eucharistie mit Amsterdam zu tun? Sehr viel! Maria sagt am 20. März 1953, dass sie Amsterdam deshalb erwählt hat, weil es die Stadt des Mirakels ist, die Stadt des Eucharistischen Wunders, das sich vor 600 Jahren ereignete.

Liebe Holländer, wisst Ihr, was auf diesem Bild zu sehen ist? Am 23. Juli 1946 feierten 50.000 Holländer das 600jährige Jubiläum des Amsterdam-Mirakels. Wir könnten zur Ehre Gottes, mit der Hilfe der Frau aller Völker und mit Eurem Einsatz am 31. Mai nächsten Jahres, am Pfingstsonntag, einen solchen Gebetstag veranstalten.
Zudem steht die Hl. Eucharistie bei der Frau aller Völker so sehr im Mittelpunkt, dass parallel zu den Botschaften ab dem Jahre 1958 die sogenannten Eucharistischen Erlebnissen beginnen. Darüber aber nächstes Jahr!

EIN GEISTIGER KAMPF

Allen, die in den Bewegungen ‘Vox Populi Mariae Mediatrici’ und ‘Vox Populi Dei’ durch ihre Unterschrift den Hl. Vater um dieses Dogma gebeten haben, sei nochmals herzlich gedankt. Zu ihnen zählen bereits vier Millionen Gläubige, 470 Bischöfe von allen Kontinenten und schon über 40 Kardinäle.

Aber es gibt auch viele, die dagegen sind. Liebe Freunde, das sollt Ihr wissen: Es gibt einflussreiche Kardinäle, nicht wenige Bischöfe, Priester, Theologen, viele Brüder und Schwestern im Glauben, die – menschlich gesehen – aus guten und einsichtigen Gründen nicht für ein neues marianisches Dogma sind. Ihre Überzeugung müssen wir mit Liebe respektieren.
Ob es theologisch richtig ist, Maria Miterlöserin zu nennen, darüber werden die Professoren weiterhin studieren und diskutieren. Um aber zeigen zu können, welch gnadhafte und machtvolle Auswirkung dieses marianische Dogma für Kirche und Welt haben wird, dazu braucht man die Amsterdamer Botschaften.

Ebenso kann man nur durch die Worte der Frau aller Völker begründen, dass die Zeit drängt und Gott dieses Dogma jetzt wünscht. Lasst uns alles tun, was in unseren Möglichkeiten liegt, damit der Hl. Vater möglichst bald diese rettungs­bringende Wahrheit feierlich verkünden kann.

Aber Ihr spürt selbst mehr und mehr, dass Eure Unterschrift für das Dogma nicht genügen kann. Die eigentliche Kraft liegt ja darin, dass Ihr mutig und mit Feuereifer mitwirkt am Plan der Liebe, den Maria “Erlösungs- und Friedenswerk” (vgl. 1.04.1951) oder auch “die Weltaktion” (vgl.11.10.1953) nennt.
Bei diesem Erlösungs- und Friedenswerk könnt Ihr alle mitwirken, denn es ist eine weltumspannende Aktion, die vor allem von den Kleinen und Schwachen getragen wird.

DIE WELTAKTION DURCH DAS GEBET UND
DAS BILD DER FRAU ALLER VÖLKER

Was ist das? Diese Aktion ist ganz einfach und für jeden durchführbar: Bringt dieses Gebetsbildchen oder das Poster mit dem Gebet in Eure Familien, zu Freunden und Bekannten, zu Arbeitskollegen oder in Gebetsgruppen, in Gefängnisse, Altersheime oder Krankenhäuser, denn dort leiden jene, von deren Gebet am meisten Kraft ausgehen wird.

Die Gottesmutter ermutigt die Seherin: “Hast du Angst? Ich helfe doch. Du wirst merken, die Verbreitung erfolgt wie von selbst.” (15.04.1951) “Maria übernimmt die volle Verantwortung dafür.” (4.04.1954)
Ida durfte bereits vor vielen Jahren die Auswirkung der Aktion schauen: “So wie die Schneeflocken über die Welt hintreiben und als eine dicke Schicht auf den Boden niederfallen, so wird das Gebet mit dem Bild sich über die Welt verbreiten und in die Herzen aller Völker eindringen.” (1.04.1951)
Mutter Ida war jahrzehntelang damit beschäftigt, Gebetsbildchen und Botschaften, die mit kirchlicher Druckerlaubnis erschienen waren, weltweit an alle zu versenden, die sie darum baten.
Ein nettes Beispiel über die auffallend rasche Verbreitung des Gebetsbildchens erzählt der niederländische Priester Dr. J. Sanders. Als er sich vor 30 Jahren im Rahmen seiner sprachwissenschaftlichen Studien im islamischen Irak aufhielt, wurde ihm eines Tages ein Bild der Frau aller Völker mit ihrem Gebet unter seine Zimmertüre durchgeschoben: “Ich war sprachlos”, sagte der niederländische Gelehrte.

Zu jenen, die ein Wunder sehen wollen, bevor sie noch für Maria arbeiten, sagt sie: “Wohlan denn …: Geht mit einem großen Feuereifer an dieses Erlösungs- und Friedenswerk, und ihr werdet das Wunder sehen.” (1.04.1951)
Wie die Apostel bei der Brotvermehrung, brauchen auch wir die Gaben Gottes nur auszuteilen. Die Wunder wirkt dann ER. Und Maria weiß die Herzen ihrer Kinder zu berühren.

Versteht Ihr nun, auf welch gnadenvollen Wegen die Mutter aller Völker sich selbst ihr letztes und größtes Dogma vorbereitet? Die von Gott gewollte Aktion ist in diesem jetzigen schweren geistigen Kampf die friedvolle Wegbereitung und unmittelbare Hinführung auf das Dogma.
Es ist gar nicht auszudenken, welche Explosion an Gnade sich ereignen würde, wenn alle vier Millionen, die ihre Unterschrift gegeben haben, auch das Gnadenbild der Frau aller Völker verehren und mit viel Liebe ihr Gebet beten würden, die Ordensleute in ihren Klöstern, die Priester in ihren Pfarreien, die Bischöfe in ihren Diözesen. Lasst uns jetzt dafür arbeiten. Dann werden wir nächstes Jahr, im Jahr des Heiligen Geistes, in dem der 31. Mai auf den Pfingstsonntag fällt, ein herrliches Pfingsten erleben.
Ich bin überzeugt, dass eine Zeit kommen wird, in der sich die Christen ebenso freuen, Pfingsten in Amsterdam zu feiern, wie man heute mit großer Freude für das Osterfest nach Rom pilgert.

Ich danke Euch, liebe Freunde, für Euer aufmerksames Zuhören.

Bron http://www.de-vrouwe.info/es/amsterdam-1997/11116-1997-p-paul-m-sigl

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